Falls die Sonne mal nicht scheint: Vitamin D

Vitamin D ist oftmals Mangelware. Andererseits: Der menschliche Organismus kann es selbst herstellen. Gerade nach einem langen und lichtlosen Winter ist das eine gute Sache, reicht doch die natürlich Sonnen-einstrahlung aus, um es zu produzieren. Zwar ist auch Vitamin D kein Allheilmittel, doch seine Bedeutung für den menschlichen Organismus ist größer, als man lange Zeit dachte. Dabei ist die Vorbeugung gegen Knochenerkrankungen nur ein positiver Aspekt. Vitamin D kann viel mehr.

Früher – so Mancher mag sich noch daran erinnern, wurde Lebertran verabreicht. Hierbei handelt es sich um ein Öl aus Kabeljau- und Dorschleber. Es sollte in den 40er und 50er Jahren des letzten Jahrtausends das Immunsystem stärken und vor der gefürchteten Knochenkrankheit Rachitis schützen. Lebertran enthält neben Vitamin A eine Menge Vitamin D, welches sich in den letzten Jahren als vielseitiges Mittel zur Vorbeugung entpuppte und das nicht nur in Bezug auf die Knochengesundheit.

Kann was: Vitamin D
Ein hoher Vitamin-D-Spiegel sorgt einigen Forschungsergebnissen zufolge dafür, dass sich das Risiko einer Erkrankung an einigen Arten von Krebs verringert. Desweiteren sinkt das Risiko, Autoimmunerkrankungen und Tuberkulose zum Opfer zu fallen. Weiterhin soll sich Vitamin D positiv auf den Blutdruck auswirken und die Herz-Kreislauf-Gesundheit schützen. Ein weiteres wichtiges Einsatzgebiet für Vitamin D ist die Osteoporose. Auch Anti-Ageing-Effekte werden ihm zugeschrieben, da es in zahlreichen Geweben gegen Alterungsvorgänge wirkt.

Bei Vitamin D handelt es sich um kein Vitamin im eigentlichen Sinn, sondern um ein Hormon, dass nur schwierig über die Nahrung aufzunehmen ist. Die Ausnahme ist der Lebertran. Der Vitamin-D-Mangel ist auch heute noch weit verbreitet und entsteht hauptsächlich im Winter aufgrund der relativ geringen UV-Strahlung. Insbesondere zwischen Oktober und März wird in der Haut zu wenig Vitamin D gebildet. Dabei wird die Sonne dringend gebraucht, denn bis zu 90% des Vitamin D hat hier seinen Ursprung. Dabei ist es ein Irrtum, zu glauben, das in Sonnenstudios genutzte UV-A-Licht könne zur Bildung des Vitamins beitragen. Vor diesem Hintergrund bleibt nur noch die pharmakologische Substitution als Ausweg.

Wieviel Vitamin D braucht der Mensch
Der Normalbereich wird mit 10 - 60 ng/ml angegeben. Sinkt der gemessene Wert unter 10 ng/ml, kann man von einem schweren Vitamin-D-Mangel ausgehen. Riskant wird es bereits bei Werten unterhalb von 20 ng/ml. Die Folge kann hier bereits eine Überfunktion der Nebenschilddrüse sein.  Soll Vitamin D der Krebs-Vorbeugung dienen, sollte der Mindestwert von 25 - 30 ng/ml nicht unterschritten werden. Mitglieder einer Risikogruppen sind gut beraten, zwei mal im Jahr eine Kontrollmessung durchführen zu lassen. Vernachlässigen sollte man die Versorgung mit Vitamin D auf keinen Fall. Zur Not muss es dann eben doch ein Löffel Lebertran sein.