Entspann dich mal ...

Das Gleichgewicht halten - wichtiger denn je.

Ausgepowert, nervös und körperlich angegriffen – diesen Zustand kennen viele Menschen aus eigener Erfahrung. Obwohl sie eigentlich leistungsfähig sind, sich Tag für Tag im Beruf beweisen und erfolgreich sind, merken sie, wie etwas aus den Fugen gerät und die Leistungsfähigkeit zu sinken beginnt. Diese Alarmzeichen sind nicht auf die leichte Schulter zu nehmen – Gegenmaßnahmen sind gefragt.

Hintergrund
Gerade in Zeiten, in denen der Wettbewerb um gute Jobs hart ist, laufen viele Menschen Gefahr, Arbeit und Leben nicht mehr im benötigten Maße trennen zu können, dass die Arbeit das gesamte Dasein dominiert. Gut ist das für keine Seite der Medaille. Es ist also wichtig, hier ein vernünftiges Verhältnis zu schaffen.

Was ist Work-Life-Balance?
Arbeit und Leben sollen in eine Balance gebracht werden. Allerdings muss man beachten, dass hier mit Arbeit nicht nur die Erwerbsarbeit gemeint ist. Zum Bereich der Arbeit zählt auch die Arbeit im Haushalt, ein Studium, die Pflege von Angehörigen oder eine ehrenamtliche Tätigkeit. Hierbei ist zu bedenken, dass sogar ein Hobby die Funktion eines Jobs – also eine Fokussierung auf Leistung – besitzen kann.

Versteht man den Tag als Zeitmenge, lassen sich verschiedene Zeitabschnitte Arbeit und Privatleben zuordnen. Die Verteilung richtet sich nach objektiven Notwendigkeiten, z.B. dem obligatorischen 8-Stunden-Tag und der Zeit, die mit Freunden und/oder Familie verbracht wird. Hierbei besteht natürlich oft das Problem, dass die Grenzen verschwimmen, wenn es dem Betroffenen nicht gelingt, zwischen Arbeit und Privatleben zu unterscheiden. Die Grenzen sind sehr schwammig und ein übertrieben hartes Trennen wirkt oftmals kontraproduktiv, weil es destruktive Drücke erzeugt. Schlecht bestellt ist es um den, der negative Wechselwirkungen provoziert. In diesem Fall existiert keine Balance und das kann sehr ungute Folgen haben.

Gesellschaftliche Aspekte
Oftmals stehen sich die Betroffenen nur selbst im Weg und reden sich ein, 24 Stunden aktiv zu sein. Objektiv betrachtet besteht gerade heute die Möglichkeit, sehr gut trennen zu können. Gerade in Europa ist die Anpassung der Arbeitszeiten auf private und familiäre Bedürfnisse sehr weit fortgeschritten – man muss es nur wahrnehmen wollen. In der Bundesrepublik spricht man in diesem Zusammenhang offiziell von der Vereinbarkeit von Familie und Beruf.

Was Menschen wollen
Was wer unter Work-Life-Balance versteht, ist höchst unterschiedlich. Manche möchten mehr Zeit mit der Familie verbringen, sich den Kindern widmen, andere stellen Freizeit und Sport in den Vordergrund. Grundsätzlich wünschen sich Menschen, Freizeit, um sich zu erholen und etwas für sich zu tun. Dazu kann auch die Pflege der eigenen Gesundheit gehören – in Form von Kuren, Urlauben oder Präventionsangeboten. Dazu gesellt sich eine Personengruppe, die einen Ausgleich durch soziales Engagement sucht. Diese individuellen Lösungen funktionieren aber immer nur dann, wenn sich hieraus keine Tätigkeit ergibt, die Arbeit ähnelt.

Und wenn man gar nicht arbeitet?
Arbeit bestimmt auch die Teilhabe an Gesellschaft. Fehlt die Arbeit, ist also auch hier die Balance nicht hergestellt, der Leistungsaspekt fehlt. Es stellt sich also die Aufgabe, wieder in einen Beruf einzusteigen, eine Ausbildung oder ein Studium zu beginnen. Für all jene, denen sich diese Perspektiven nicht bieten, bleibt noch das Ehrenamt. In heutigen Industriegesellschaften ist dies ein bereits ernstes Problem. Menschen im Ruhestand hingegen, sehen sich nicht selten mit der Situation konfrontiert, dass ihnen etwas Sinnvolles fehlt, nachdem sie ein ganzes Leben gearbeitet haben. Auch sie sind gut beraten, etwas für ihre Balance zu tun. Auch hier kann soziales Engagement eine Lösung sein und auch hier kann Sport/Fitness helfen.  Zusammen etwas leisten, die eigene Gesundheit unterstützen und in einem angemessenen Umfang Leistung zeigen – dieses Angebot macht Fitness auch den Senioren.

Wer kann Work-Life-Balance herstellen?
Natürlich zuerst der, der sie erreichen will. Allerdings sind auch andere »Mitspieler« gefragt. Unternehmen haben heute oftmals erkannt, dass ausgeglichene Arbeitnehmer einen Wettbewerbsvorteil darstellen, weswegen sie ein vitales Interesse daran besitzen, hier zu unterstützen. Work-Life-Balance dient nicht nur dem psychischen Wohlbefinden, sie dient auch der körperlichen Gesundheit. Da ein Unternehmen kein Interesse an hohen Krankenständen haben kann, ist es gut beraten, hier tätig zu sein, notfalls zu intervenieren. Dazu gehört auch ein betriebliches Gesundheitsmanagement, die Verringerung von Stress und die gesundheitliche Prophylaxe. Ebenso erforderlich sind neben Angeboten zur ausgewogenen Ernährung, betrieblich geförderte Sportangebote. Damit diese sinnvoll sind, sind Betriebe gut beraten, Angebote von Fitness-Studios wahrzunehmen. Insbesondere Gruppenfitness-Angebote eignen sich hier, da Mitarbeiter zusammen so gemeinsam den Weg aus dem Arbeitsalltag in das Private erleben können und dabei noch etwas für sich tun, was wiederum dem Betrieb zugute kommt. Derartige Angebote sollte man daher durchaus als Teil der betrieblichen Gesundheitsvorsorge begreifen.

Work-Life-Balance und Fitness
Es gibt viele Gründe, die für Fitness als Mittel zur Erreichung einer Work-Life-Balance sprechen. Leider finden sich aber auch immer wieder Argumente dagegen, die zum Glück jedoch leicht zu entkräften sind. Oftmals argumentieren Menschen, die dringend ein Studio aufsuchen sollten damit, dass es für sie nur noch mehr Stress bedeuten würde, da sie ohnehin ausgepowert sind oder zu wenig Zeit haben. Vordergründig mag das sogar stimmen. Doch die Zeit fehlt ihnen nur, weil sie ihre Zeit nicht mehr nutzen. Zu viel Stress haben sie, weil sie nicht bereit sind, ihn in einem Workout abzubauen. Diesen Menschen gilt es klar zu machen, dass der Schritt in ein Fitnessstudio zuerst zwar Überwindung kosten mag, sie ihn aber bereits nach kurzer Zeit nicht mehr missen wollen. Das zu kommunizieren, ist auch die Aufgabe eines Trainers/Instruktoren. Das Hauptargument für diesen Schritt ist neben dem Faktor der körperlichen Allgemeingesundheit, dass die Freizeit nach dem Workout einfach freier von beruflichen Belastungen ist, da Stress dabei eben abgebaut wird und im Grunde gar keine zusätzliche Belastung entsteht. Fitness ist vielmehr ein Mittel, den Stress, der bei manchen Menschen oft bis tief in die Nacht hinein Unheil bringt, einfach zu vergessen. Der Stress, den der Mensch sich macht, wenn er vor dem Schritt ins Studio steht, besteht nur im Kopf, nicht in der Realität. Dieser Selbstverhinderung jedoch lässt sich begegnen.

Fazit
Ein persönliches Gleichgewicht zu schaffen, bedeutet zuerst viel Arbeit und auch Überwindung, denn es ist ein Schritt aus der Gewohnheit heraus. Dieser ist jedoch gut und richtig, in vielen Fällen überdies unvermeidbar, möchte man nicht über kurz oder lang ins berufliche wie private Aus rennen. Ein Schritt, um diese Balance wieder herzustellen, ist, mit einem angepassten Fitnesstraining zu beginnen, so seinem Körper wieder Aufmerksamkeit zu schenken, der Gesundheit zu dienen und Stress auf eine sehr produktive Art abzubauen. Hierbei ist der Trainer/Instruktor der Partner des »Wandelwilligen« und sollte auf seine ganz persönliche Situation eingehen – auch darauf, dass dieser unter Umständen immer wieder aufgeben will. Gute Beratung handelt/überzeugt hier und hält den Trainierenden im Studio.