Warum ein sportmedizinischer Check-up sinnvoll ist

Leistung ist messbar

Sport treiben ist eine tolle Sache. Er ist gesund für Körper und Geist, motiviert und dient der Prävention, wenn er richtig ausgeführt wird. Die vielen positiven Faktoren sollen aber nicht darüber hinweg täuschen, dass eine sportliche Betätigung auch Risiken mit sich bringen kann. Diesen wird mit einer sportmedizinischen Untersuchung begegnet. Sie dient jedoch nicht nur der Sicherheit, sie gibt auch Aufschluss über die Möglichkeiten, die ein Sportler hat – oftmals zu seinem eigenen Erstaunen.

Sportmedizin ist mehr
Liest der Mensch den Begriff Sportmedizin, denkt er zumeist an die Behandlung verletzter Sportler. Sofort huschen ihm Bilder von Brüchen, Zerrungen und anderen unschönen Dingen durch den Kopf. Doch dieser Eindruck täuscht. Der Schwerpunkt vieler sportmedizinischer Einrichtungen, wie zum Beispiel in der Charité Berlin, ist die Erstellung von Trainingsprogrammen für Freizeitsportlern sowie die Beratung. Diese Angebote richten sich an gesunde Menschen, die durch Sport ein Mehr an Lebensqualität und Leistungsfähigkeit erreichen möchten – auf eine optimierte Art und Weise. Damit das gelingt und der Freizeitsportler Risiken weitgehend ausschließen kann, erfolgt in einer sportmedizinischen Einrichtung primär eine Untersuchung des Herz-Kreislaufsystem.

Woraus besteht eine sportmedizinische Untersuchung?
Wie jede andere medizinische Untersuchung auch, beginnt sie mit der Anamnese. Hierbei handelt es sich um eine Befragung über die Krankheitsgeschichte des Sportlers, seine persönlichen Risikofaktoren und die Ernährungs- und Trainingsgewohnheiten. Diese Befragung ist eine wichtige Grundlage, um den Zustand des Sportlers richtig einschätzen zu können. Folgende medizinische Untersuchungen betreffen den gesamten Körper, insbesondere den Halteapparat und die Muskelfunktion. Ergänzt wird die Untersuchung durch ein Ruhe-EKG und einen Lungenfunktionstest.

Ein wichtiger Bestandteil ist die Leistungsdiagnose mittels Belastungs-EKG und Spiroergometrie. So können Leistungsfähigkeit und Trainingsbereiche genau bestimmt werden. Auf dieser Basis lassen sich Defizite erkennen und Trainingsprogramme optimieren. Durch die Ermittlung der anaeroben Schwelle können recht genau Vorhersagen getroffen werden. Besonders für leistungsorientierte Sportler ist diese Information von großer Bedeutung. Die anschließende ausführliche Beratung und Trainingsanalyse inklusive eines schriftlichen Befundes sind für den Sportler eine optimale Grundlage zur Leistungsoptimierung.

Für wen ist eine sportmedizinische Untersuchung empfehlenswert?
Viele denken in diesem Zusammenhang, wie bereits am Anfang erwähnt, an Verletzte oder an Leistungssportler. Letztlich aber kann jeder Mensch profitieren, der sich für Sport entschieden hat. Sie dient seiner Sicherheit und dem persönlichen Erfolg. Dieser ist oftmals nämlich nicht gleichbedeutend mit dem maximal Erreichbaren, sondern mit dem Optimum, das erreicht werden sollte. Zwar ist Leistung durchaus ein Aspekt, doch sollte sie im Bereich des »gesund« Möglichen liegen. Eine professionelle sportmedizinische Untersuchung ist hierfür die beste Grundlage und in ihrer Aussagekraft auch nicht zu ersetzen. In jedem Fall ist eine derartige Untersuchung notwendig, wenn leistungsintensive Sportarten betrieben werden. So kann man allen Marathoninteressierten nur raten, und oft genug besteht schon eine Verpflichtung dazu, sich einer sportmedizinischen Untersuchung zu unterziehen. Das gilt übrigens auch für Kraftsportler, Ruderer und Radrennfahrer. Führt der Sport den Menschen an seine individuelle Belastungsgrenze, ist es erforderlich, diese in Erfahrung zu bringen – aber nicht durch eine riskante eigene Überlastung, sondern durch den Sportmediziner.

Geeignete Anbieter sportmedizinischer Untersuchungen finden sich im gesamten Bundesgebiet in Kliniken integriert oder in spezialisierten Praxen.