Alles für den Hintern

Ohne Arbeit keine Form

Eigentlich ist die neue Jeans gut geschnitten. Wenn nur der Hintern hinein passen würde. Leider ist er nicht ganz so in Form, wie es wünschenswert wäre. Was also tun? Eine Nummer größer wählen, sich quälen oder deprimiert vom Kauf ablassen? Wie wäre es, weniger zu sitzen, was ihm wirklich nicht gut tut, sondern an seiner Form zu arbeiten? Einen knackigen Hintern bekommt man nicht im Schongang. Wenn er also nicht nur aus Fett, sondern auch aus Muskeln bestehen soll, will er trainiert sein. Das sieht nicht nur deutlich besser aus, das Trainig stärkt auch andere Muskeln - den Bauch, den Rücken und die Schultern.

Kompliziert ist es auch nicht - Ausreden sind also sinnlos. Bevor es los geht - am besten jetzt gleich - ist eine kurze Aufwärmphase angesagt. Es reicht hierfür, sich locker zu machen - also mit den Armen zu schwingen - und dabei für 5 Minuten auf der Stelle zu gehen. Dabei die Knie weit nach oben ziehen, um die Gesäßmuskulatur schon einmal zu lockern.

Los gehts
Eine ideale Unterlage ist eine Yogamatte, aber auch eine etwas dickere Decke erfüllt seinen Zweck. Gegebenenfalls kann man sie doppelt nehmen. Mehr braucht es nicht, um mit dem Training zu beginnen.

Meistens ist der Hintern zu weich, manchmal zu flach, dann wieder zu dick. Grundsätzlich gilt, dass zuviel Rumsitzerei dafür verantwortlich ist. Aber damit ist jetzt Schluss.

Die Füße nach oben
Die erste Übung beginnen wir in der Bauchlage. Die Unterschenkel werden nun bis auf 45° angewinkelt, während die Fersen sich berühren und die Zehen nach außen zeigen. Die Knie werden nach außen über den Beckenrand gezogen. Dabei liegt der Oberkörper flach auf dem Boden und die Arme liegen nach vorne abgewinkelt ebenfalls auf. Das ist notwendig, um die für die Übung notwendige Stabilität zu erreichen und diese Position darf während der gesamten Übung nicht verändert werden. Die Bauchmuskeln werden ebenfalls angespannt. Aus der Ausgangsposition heraus werden die Oberschenkel langsam hochgezogen und senken sich danach etwa soweit ab, bis noch ca. 4 cm Platz zum Boden bleiben. Danach erfolgt ein weiteres Anheben. Diese Übung wird in 3 Sätzen à 8 Wiederholungen ausgeführt.

Weitere Übungen
Generell eignen sich alle Übungen für den Hintern, die mit den Oberschenkeln im Verbund mit der Pomuskulatur arbeiten. Eine mögliche Variation ist, auf allen Vieren jeweils abwechselnd ein Bein ähnlich wie in der vorangegangenen Übung nach oben zu ziehen, dann zu wechseln. Auch hier gilt es, die Ausgangsposition stets beizubehalten und die Bauchmuskulatur anzuspannen. Übungen für den Hintern müssen immer "gehalten" werden. Variationen aus dem sogenannten Vierfüßlerstand werden ebenfalls in 3 Sätzen à 8 Wiederholungen ausgeführt.

Rahmenprogramm
Vermutlich lag die "Befürchtung" schon nah, aber alleiniges Po-Training für den perfekten Body reicht natürlich nicht. Das "Begleitprogramm" besteht aus Ausdauer-Training, um überflüssiges Fett zu verbrennen. Ob es sich hierbei um Joggen, Radfahren oder Schwimmen handelt, ist dem persönlichen Geschmack überlassen. Auch ein Cardio-Training im Fitness-Studio erfüllt hier seinen Zweck. Ist der Hintern insgesamt zu weich, sollte zusätzlich auf "Kraft" trainiert werden.

Emanzipation
Nein - das Training ist nicht für Frauen konzipiert, auch wenn die Herren der Schöpfung es gerne so sehen würden. Auch sie sind von den Effekten der Passivität betroffen. Und so gilt auch für sie - ran an das Hinterteil, denn auch Frauen mögen einen "aussagekräftigen" männlichen Hintern.